Bürgermeister vereidigt

Andreas Geron als Bürgermeister vereidigt

Der neue Stadtchef startet mit großen Erwartungen in das Amt

Im Rahmen der 34. Sitzung des Sinziger Stadtrates wurde am Montag dieser Woche Andreas Geron als neuer Bürgermeister ernannt und vereidigt. Am 1. Januar beginnt seine Amtszeit. In festlichem Rahmen und im Beisein zahlreicher Ehrengäste legte er im Ratsaal seinen Amtseid ab. Viel war an diesem Abend von hohen Erwartungen, gegenseitigem Vertrauen, von Miteinander, Bürgernähe, Transparenz, Verlässlichkeit und Respekt die Rede. Für die Stadt Sinzig beginnt eine spannende Zeit.

Geron selbst, der wie sein Vorgänger Kroeger auf dessen Verabschiedung als letzter Redner sprach, machte es deutlich: „Im Team können wir viel erreichen!“ Er betonte noch einmal, wofür er stehen wolle: Ehrlichkeit und Sachlichkeit sehe er als Grundsätze der Zusammenarbeit, auf die Wichtigkeit von Transparenz und Bürgernähe habe er schon im Wahlkampf immer hingewiesen. „Ich habe schon Respekt vor dem Amt“, sagte der gebürtige Sinziger, der sich in den letzten Jahren vor allem einen Namen als Sprecher der Bürgerinitiative „Wir lieben Sinzig“ gemacht hatte. Er versprach, sich in seinem neuen Amt mit voller Kraft für die Stadt und ihre Stadtteile einzusetzen. Eines war er sich sicher: Es werde mit ihm ganz bestimmt einen Wechsel in der Art der Amtsführung geben.

Als erster Festredner hieß ihn zunächst Landrat Jürgen Pföhler in der „kommunalen Familie“ willkommen. Dieser lies es sich nicht nehmen, seinen Unmut über die Art und Weise, wie in den vergangenen Monaten die Mitbewerber und ihre Unterstützer vor allem online angegangen wurden, kundzutun: „Ich hoffe sehr, dass dies für die künftigen politischen Auseinandersetzungen im Kreis Ahrweiler nicht stilprägend wird.“ Für die zukünftige Politik heiße es, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, denn erfolgreiche Initiativen und Projekte seien nun einmal immer das Ergebnis einer Gemeinschaftsleistung von Bürgermeister, Beigeordneten, Verwaltung und politischen Gremien.

Achim Haag, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, ermahnte die Sinziger, ihrem neuen Bürgermeister auch „Raum zum Atmen“ zu lassen, obwohl er natürlich aus eigener Erfahrung wisse, dass ein Bürgermeister immer im Dienst und immer für seine Bürger da sei. Friedhelm Münch, der für die Sinziger Fraktionsvorsitzenden sprach, betonte den Willen des Stadtrats, vertrauensvoll und fair die gemeinsame Arbeit zu gestalten. Dass es nicht so weitergehe, wie bisher, sei allen klar: „Die Bürgerinnen und Bürger haben bei ihrer Wahl auf Veränderung gesetzt und dieses Wollen ist zu achten und zu beachten.“

Karl-Heinz Arzdorf, der wie schon auf der Verabschiedung des alten Bürgermeisters für seine Ortsvorsteher-Kollegen und -Kollegin sprach, betonte, dass es nun in der Verantwortung Gerons liege, die aktuell anstehenden wichtigen Projekte zügig in die Realisierung zu bringen. Er überreichte ihm als Geschenk einen Wanderstab – als Symbol für den Beginn eines neuen Weges und der Unterstützung für diese Herausforderung. Der Personalratsvorsitzende Michael Klein sprach für die Mitarbeiter der Stadt: „Wir wünschen uns, dass Ihre Tür stets offen ist für alle.“ Dechant Achim Thieser wies darauf hin, dass durch das Miteinander von Stadt und Kirche vieles für die Menschen getan werden könne. In Anspielung auf sein Grußwort zur Verabschiedung des alten Bürgermeisters überreichte er dem neuen Stadtchef eine DVD-Sammlung der Filme rund um „Don Camillo und Peppone“, quasi als „Lehrfilme“. Pfarrerin Kerstin Laubmann zitierte die Bergpredigt: „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein.“ Auch in der Kommunalpolitik müsse man sich immer auf das Wort des anderen verlassen können.

Artikel veröffentlicht am 18.12.2017 von Sinziger Stadtnachrichten 51 / 2017
Quelle: Localbook.de

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