Die Ortshistorie erlebbar machen

Heimatmuseum- und Archiv Bad Bodendorf feiert Wiedereröffnung an neuem Standort

Riesige Sammlung an Dokumenten, Fotos und Gegenständen zeigt den Ort im Wandel der Zeiten

Bad Bodendorf. „Ein gutes Archiv ist der beste Feind der Verklärung“, lautet ein bekanntes Zitat. Und für eben jenes (Heimat)Archiv sowie für die Erforschung der Geschichte von Bad Bodendorf setzt sich der der Heimat- und Bürgerverein Bad Bodendorf e.V. seit inzwischen 21 Jahren intensiv und mit viel Akribie ein. Bereits 1990 gründete man das Heimatarchiv, die Bildersammlung des Foto-Drogisten Jupp Schuld gehörte zu den ersten Archivalien. In den ehemaligen Geschäftsräumen der Drogerie Schuld fanden auch die weiteren, zuvor im Keller des Vereinsvorsitzenden gelagerten Dokumente, Bilder und Gegenstände eine Heimat – so wurde die Ortshistorie im wahrsten Sinne des Wortes erlebbar. Mit den Jahren vergrößerte sich die Sammlung zusehends, zahlreiche Bürger stifteten dem Verein historisches Material aller Art. Hier entstand auch ein kleines Heimatmuseum, in dem der Besucher in die Historie von Bad Bodendorf eintauchen konnte.


Verein widmet sich vielen historischen Projekten im Ort


Neben dem Heimatarchiv und -museum widmet sich der Verein auch weiteren historischen Projekten im Ort. So übernahm man im Sommer 2013 das 1967 stillgelegte „Kohlensäurewerk St. Joseph“ und machte aus diesem einmaligen Industriedenkmal ein Technikmuseum. Nur ein Jahr später wurde in der alten Winzergaststätte eine Bauern- und Handwerker-Ausstellung eröffnet, die unter anderem mit alten Geräten die frühere Landwirtschaft und das Handwerk in Bad Bodendorf lebendig werden lässt. Der Ausstellungsraum ist darüber hinaus ein beliebter Veranstaltungsort für Events aller Art. Mit der Aufnahme in den Museumsverband Rheinland-Pfalz wurde eine Möglichkeit geschaffen, im verbandseigenen Internetportal die Bestände der Öffentlichkeit online zu präsentieren. Aufgrund der großen Menge an Archivmaterial ist jedoch erst ein Bruchteil davon digitalisiert. Apropos große Menge: Diese sorgte dafür, dass die Platzverhältnisse am alten Standort immer beengter wurden. Als sich im Sommer die Möglichkeit bot, mit dem Heimatarchiv und -museum an den neuen Standort in der Bahnhofstraße 15 umzuziehen, wurde nicht lange gezögert.


Große Unterstützung bei Umzug und Neueinrichtung


Dank vieler freiwilliger Helfer waren Umzug, Einrichtung und Gestaltung in nur vier Wochen realisiert, sodass jetzt die feierliche Eröffnung stattfinden konnte. Neben zahlreichen Gästen und Vereinsmitgliedern konnten auch Sinzigs Bürgermeister Andreas Geron, der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch und Ortsvorsteher Alexander Albrecht begrüßt werden. Die Ausstellung des Museums ist überaus facettenreich und verfügt über beeindruckende Exponate. Ob alte Mineralwasser- und Limonadenflaschen aus Zeiten, als in Bad Bodendorf noch Getränke produziert wurden, Haushaltsgegenstände aus dem täglichen Leben der Vor- und Nachkriegszeit, Artefakte aus der Ära des Weinbau- und Winzervereins in Bad Bodendorf oder die große Sammlung rund um den Arbeiterdichter Heinrich Lersch – es gib unendlich viel zu entdecken. Darüber hinaus bietet das umfangreiche Archiv auch Heimat- und Geschichtsforschern die Möglichkeit, in den Bild- und Dokumentenbeständen nach Terminabsprache zu forschen. Verantwortlich für das Heimatmuseum und -archiv ist der stellvertretende Vorsitzende Josef Erhardt, der unter Tel. (0 26 42) 980 793 kontaktiert werden kann. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.heimatmuseum-bad-bodendorf.de.

 

Quelle: Blick-aktuell.de

https://www.blick-aktuell.de/Berichte/Die-Ortshistorie-erlebbar-machen-411899.html?fbclid=IwAR0rT1oF7-vpdDTJK6Pa5ZBIH5yOrqLWVynqC62kVla0JVdLq2IGTnry1t4

 

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